Nebengebiete
 
 

Spezialsammlungen

Hier werden zum einen Teilgebiete der klassischen Sammlungen mit hohem Spezialisierungsgrad behandelt oder zum anderen Themen, die dort nicht vorkommen. Aufgrund der Vielfalt bei den Spezialsammlungen kann nur eine Auswahl gezeigt werden.

 
 

Heimatsammlung - Heimatphilatelie

Eine Heimatsammlung verknüpft philatelistische Aspekte mit der Geschichte eines oder mehrerer Orte, einer Stadt oder einer Region. Gesammelt werden nicht nur Marken und Briefe sowie postinterne Dokumente (Postscheine, Instruktionen), sondern auch nichtpostalische Dokumente aus Handel und Gewerbe, Verwaltung (Stichworte Bürgerrechte, Armenwesen, Militär) und Umwelt (Forstwesen, Straßenbau, Gewässer). Prinzipiell kann alles aufgenommen werden, was die Vergangenheit des jeweiligen Ortes beleuchtet.

Im Vordergrund steht gewöhnlich die örtliche Postgeschichte von ihren Anfängen (die ersten Posthalter, Postämter) bis in die heutige Zeit. Die lokalen Stempel und Postformulare sind vorzustellen, die Ausdehnung des Postbezirks und die Postwege etwa in den Landbestellbezirk oder zu den Nachbarpostämtern werden untersucht und kartiert. Alte Stiche oder Fotos von Postämtern und Postbeamten sind willkommene Ergänzungen der Sammlung.

Ein fortgeschrittener Heimatsammler wird auch die örtlichen Archive (falls vorhanden) oder überregionale Archive aufsuchen. Dort kann er seine Kenntnis von der Geschichte seines Ortes, die im übrigen nicht isoliert von der württembergischen und deutschen Geschichte erforscht werden kann, vertiefen und dabei vielfältige Anregungen für den Ausbau seiner Heimatsammlung finden.

Die altdeutschen Schreibschriften wird er nach und nach zu lesen lernen. Auch ein Grundstock an orts- oder regionalgeschichtlicher Literatur und das eine oder andere ältere Konversationslexikon ist für ihn bald unentbehrlich.

Sitz des ersten Postamts in Esslingen im Jahre 1728.
Sitz des ersten Postamts in Esslingen im Jahre 1728.

Ansprechpartner: Gerhard Kümmel.

Stempel

Kaum ein anderer altdeutscher Staat bietet eine solche Vielfalt an schönen und teilweise seltenen Stempeln wie Württemberg!

Zu Beginn der Markenzeit Ende 1851 wurden zunächst die Stempel der Vorphilazeit weiter benutzt (vor allem Zweizeiler, Kreisstempel, Steigbügelstempel). Aber schon bald gab es Versuche mit neuen Stempelformen, etwa mit den nur wenige Wochen verwandten und daher heute extrem seltenen Stummen Stempel. Der Grund für die Experimentierfreude war, dass viele Stempel aus der Vorphilazeit sich aufgrund ihrer Abmessungen nicht sonderlich für die von der Postverwaltung vorgeschriebene zentrische Entwertung der Briefmarken eigneten.

Im April 1852 wurde eine neue Stempelform, der Dreikreisstempel (Dkr), eingeführt, die sich vorzüglich zur vorgeschriebenen Entwertung der Marken eignete, da sowohl der Ortsname als auch das Datum auf der Marke zu lesen waren. Der sehr attraktive Dkr, mit dem in über 200 Orten gestempelt wurde, ist der württembergische Kreuzer-Stempel schlechthin. Erst gegen Ende der 1860er Jahre wurde er nach und nach von den eher unscheinbaren Einkreisstempeln abgelöst. Diese kamen in den neu eingerichteten Postagenturen und Ämtern von vornherein zum Einsatz. Viele ältere vor

allem kleinere Postorte haben die unverwüstlichen DKr weiter benutzt, häufig sogar noch nach 1900. Solche spät- oder nachverwendeten DKr sind bei Spezialisten sehr gefragt.

Bis in die zweite Jahreshälfte 1853 wurden alle Stempel in blauer Farbe abgeschlagen, erst danach in Schwarz. Viele blauen Stempelabschläge aus kleineren Orten zumal auf Brief sind wegen der kurzen Verwendungszeit heute extrem selten und von Sammlern sehr gesucht.  

Einen detaillierten Einblick in das interessante Sammelgebiet bietet das Handbuch „Stempel der Kreuzerzeit 1851-1875“ von Thomas Heinrich, das von der ArGe-Württemberg 2016 in der 2. Auflage herausgegeben wurde.

Stempel
 

Literatur: Stempel der Kreuzerzeit 1851-1875 (2. Auflage) und Postalische Stempel Württembergs 1875-1925.
Ansprechpartner: Gabriel Böck, Thomas Heinrich, Marc Klinkhammer, Hartmut Winkler

Plattenfehler

Plattenfehler "Halbmond" - der wohl berühmteste Plattenfehler aus der württembergischen Kreuzerzeit
Plattenfehler "Halbmond" - der wohl berühmteste Plattenfehler aus der württembergischen Kreuzerzeit

Plattenfehler (PF) auf Marken entstehen durch Beschädigungen der Druckform. Die Ursache liegt entweder im Urstöckel, in der Matrize, im Druckgalvano oder in der Druckplatte. PF können bereits bei Druckbeginn vorhanden sein oder während des Druckvorganges durch Beschädigung oder Abnutzung der Druckplatte entstehen. Sie sind zu unterscheiden von Druckzufälligkeiten, die durch Fremdkörper auf den Druckplatten hervorgerufen werden.

Besonders häufige PF gibt es auf der 1. Ausgabe (Ziffernausgabe), etwa auf der Mi.Nr. 2 (fast 30), und auf den letzte beiden Wappenausgaben (19 auf der Mi.Nr. 26, 29 auf Mi.Nr. 31). Der Michel-Spezialkatalog kann nur die auffälligsten PF verzeichnen. Gelegentlich werden auch heute noch neue PF entdeckt.

 

Literatur: Handbuch der Plattenfehler 1851 - 1925
Ansprechpartner: Thomas Heinrich, Hartmut Winkler

Ganzsachen

Ganzsachen (GA) sind von der Post verausgabte Briefumschläge, Postkarten, Streifbänder, Paketkarten etc. mit einem Wertstempeleindruck in Höhe des normalerweise erforderlichen Portos; sie sind amtliche Postwertzeichen. Von allen altdeutschen Staaten besitzt Württemberg die größte Vielfalt an GA seit der Kreuzerzeit. Neben GA für den privaten Postverkehr wurden auch Dienstganzsachen des Bezirksverkehrs (Gemeindebehörden) und der Staatsbehörden verausgabt. Privatpersonen hatten die Möglichkeiten, Privatganzsachen bei der Post zu bestellen. Die württembergischen GA sind gut erfasst und katalogisiert, so dass man bequem in das Sammelgebiet einsteigen kann. Alles, was das Sammeln von Markenbelegen reizvoll macht (Frankaturen, Destinationen, Stempel etc.), gilt auch für die GA. Neben solchen, die bestimmungsgemäß verwandt wurden, gibt es viele GA mit Zusatzfrankaturen (etwa nach einer Portoerhöhung oder bei Gewichtsüberschreitung). Solche Belege können eine Sammlung stark aufwerten.

Das Sammeln von GA ist spannend und interessant und dabei durchaus erschwinglich, sieht manvon einigen seltenen Stücken ab.

Literatur: Michel Individual-Katalog der ArGe-Württemberg e. V. und Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Gabriel Böck, Hartmut Winkler

Telegraphenmarken

In Württemberg wurden als drittem altdeutschen Staat nach Preußen und Bayern 1875 Telegraphenmarken eingeführt. Spätere Ausgaben kamen 1878 (Farbänderungen) sowie 1880 hinzu (Änderung des Durchstichformats).

Mit den Telegraphenmarken wurde das Telegrammporto auf den entsprechenden Formularen verklebt. Teile von Telegrammen oder gar vollständige mit Marken frankierte Telegramme sind bisher nicht bekannt, da die Post die Formulare zu vernichten hatte.

Die württembergischen Telegraphenmarken haben fast immer kleine Durchstichmängel oder dünne Stellen (sie wurden in der Regel von den Formularen heruntergerissen) und sind ein schwieriges Teilgebiet der Württemberg-Philatelie.

Telegraphenmarke Mi 3b gestempelt.
Telegraphenmarke Mi 3b gestempelt.
 

Literatur: Michel Individual-Katalog der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Marc Klinkhammer, Hartmut Winkler

Feldpost 1871

Im deutsch-französischen Krieg der Jahre 1870/71 kamen auch Soldaten des Königreichs Württemberg zum Einsatz. Ihre gewöhnliche Korrespondenz (auch die an die Soldaten gerichteten Schreiben) war wie generell üblich vom Porto befreit. Die württembergische Post gab spezielle Korrespondenzkarten und Umschläge für die Feldpost heraus, die im Feld mit besonderen Feldpoststempeln entwertet wurden. Gesammelt werden also vollständige Karten und Umschläge mit oder ohne Inhalt.

Feldpost 1871

Literatur: Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Thomas Heinrich, Klaus Irtenkauf

Feldpost 1914/18

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 wurden auch Feldpostämter und Feldpostexpeditionen in Württemberg mobilisiert, um die Post der württembergischen Truppen im Felde zu bearbeiten. Die Ämter waren mit eigenen Aufgabestempeln ausgestattet, in denen die Truppenbezeichnung angegeben war. Für die Soldaten war die Feldpost portofrei, sofern die vorgeschriebenen Gewichtsgrenzen nicht überschritten und keine Zusatzleistungen abverlangt wurden. Zu Anfang 1917 entfernte (aptierte) man aus Geheimhaltungsgründen alle Truppenangaben in den Aufgabestempeln. Danach wurden die württembergischen Aufgabestempel durch numerierte Feldpoststempel in Einheitsform des Deutschen Reiches ersetzt.

Württembergischer Feldpostbrief der aufgrund des höheren Gewichts nicht mehr portofrei befördert werden durfte und mit 10 Pfg. frankiert werden musste.
Württembergischer Feldpostbrief der aufgrund des höheren Gewichts nicht mehr portofrei befördert werden durfte und mit 10 Pfg. frankiert werden musste.

Literatur: Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Hartmut Winkler, Marc Klinkhammer

Amtlich eröffnet (Retourbriefe)

Ein Brief, der dem Adressaten nicht zugestellt werden konnte (z. B. unbekannt, abgereist oder verstorben), lief zurück ans Ausgangspostamt. Wenn kein Absender angegeben war, Siegel oder Handschrift nicht sicher zugeordnet werden konnten, so wurde der Brief bei der zuständigen Stelle beim Ober- oder Hauptpostamt „amtlich eröffnet" (geöffnet), um den Absender zu ermitteln. Dessen Anschrift vermerkte der Postbeamte in roter Tinte auf der Briefrückseite. Dann wurde der Brief wieder verschlossen, wobei in älterer Zeit spezielle Siegel verwandt wurden, ehe im Juni 1852 die württembergische Post spezielle Verschlussmarken einführte. Diese wurden aufgeklebt, aber nicht gestempelt.  

Aussehen, Farbe und Inschrift dieser Retourmarken haben sich mehrfach geändert, zuletzt 1918. Komplett erhaltene Retourbriefe mit unbeschädigter Verschlussmarke sind häufig auch ästhetisch eindrucksvoll.

Literatur: Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Klaus Irtenkauf, Hartmut Winkler

Portofreiheit

Schon lange vor der Einführung der ersten Briefmarken gab es viele Persönlichkeiten, Ämter und Institutionen, die vom Porto befreit waren. Neben den staatlichen und kirchlichen Einrichtungen kamen vor allem die Mitglieder des Königshauses in den Genuss der Portofreiheit. Auf den Poststücken mußte durch entsprechende Hinweise, Siegel oder Stempel der Anspruch auf Portofreiheit kenntlich gemacht werden.

Gesammelt werden ganze Briefe mit oder ohne Inhalt. Speziell die Briefe des Königshauses tragen oft dekorative Siegel oder Absenderstempel.

Portofreiheit

Literatur: Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Hartmut Winkler

Formulare

Formulare sind vorgedruckte Schriftstücke des Verwaltungswesens. Zu den Postformularen (Vordrucken) zählen nicht nur die häufigen Einlieferungsscheine und Paketkarten, sondern auch seltenere Formulare wie Rückscheine, Postaufträge (Postmandate) sowie schließlich die außerordentlich seltenen Beschädigungsmitteilungen, Sendungsnachfragen (Laufzettel), Unbestellbarkeitsmeldungen, Benachrichtigungsscheine, Formulare des Fernsprechdienstes, Doppeleinlieferungsscheine und anderes mehr.

Für das Ausstellen von besonderen Formularen (etwa eines Laufzettels) wurde eine Gebühr berechnet, die auf dem Formular zu frankieren war. Manche Postformulare sind extrem selten und werden entsprechend hoch gehandelt.

Rechnung an die Gemeindepflege Hirschlanden.
Rechnung an die Gemeindepflege Hirschlanden.
Rückscheinformular von Cicago nach Ellwangen.
Rückscheinformular von Cicago nach Ellwangen.
 

Literatur: Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Klaus Irtenkauf, Axel Schramek, Hartmut Winkler

Postscheine

Postscheine sind vorgedruckte amtliche Formulare, auf denen der Postbeamte mit seiner Unterschrift die Einlieferung eines eingeschriebenen Briefes, eines Wertbriefes oder eines Pakets dem Aufgeber bescheinigte, damit dieser im Falle eines Verlustes Ersatzansprüche geltend machen konnte. Solche Postscheine hat die württembergische Post auch schon in vorköniglicher Zeit drucken lassen. Wer Postscheine sammelt, muss also bis ins 18. Jh. zurückgehen, als einzelne Scheine noch handschriftlich ausgefüllt wurden. Auch die in Württemberg tätige Kaiserliche Reichspost, die vom Haus Thurn-und-Taxis betrieben wurde, verwandte eigene Scheine.

Da der Druck häufig örtlicher Initiative unterlag, können die Scheine ganz unterschiedlich aussehen. Selbst an ein und demselben Ort unterscheiden sich die Postscheine im Laufe der Jahre durch das Format, das Papier und vor allem durch einen mehr oder weniger aufwendigen Druck (mit oder ohne Ortseindruck, Portoangaben, Wappen, Zierrahmen, Illustrationen). Gesammelt werden auch unterschiedliche Auflagen mit kleineren oder größeren Abweichungen oder Druckfehlern.

In der frühen Kreuzerzeit wurden die alten Postscheine nach und nach durch standardisierte Einlieferungsscheine (Regiescheine) abgelöst, für die sich vor allem Heimatsammler interessieren. Postscheine sind ein breites, aber auch erschwingliches Sammelgebiet, in dem es immer wieder Neues zu entdecken gilt.

Literatur: Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Axel Schramek, Klaus Irtenkauf

Bahnpost

Die ersten württembergischen Bahnlinien wurden Ende der 1840er Jahre eröffnet. Wegen des Widerstands des Hauses Thurn-und-Taxis, das bis Ende März 1851 in Württemberg mit der Post belehnt war, konnten erst am 1. April 1852 die ersten „fahrenden Postämter“ eingerichtet werden. Die Postbeamten in den Bahnpostwagen führten eigene Stempel, die neben dem Datum auch die Zugnummer und bald auch eine Beamtennummer vermerkten.

Von diesen Bahnpoststempeln, die in zahlreichen Varianten auftreten, streng zu unterscheiden sind die Bahnstempel (Segmentstempel), die Stempel der Bahnverwaltung sind. Mit den Bahnstempeln wurden etwa die Frachtbriefe abgestempelt (siehe dort). Gelegentlich kommen sie aber auch auf Poststücken als Neben- oder Entwertungsstempel vor (etwa wenn in kleineren Bahnhöfen gar keine Poststelle eingerichtet war) und sind in dieser Form sehr gesucht. Aus diesem Grund sind alle bahnamtlichen Segmentstempel auch in den Stempel-

handbüchern unserer Arge mit erfasst, obwohl dort eigentlich nur Poststempel aufgeführt sind.

Als die Württembergische Staatsbahn im Jahr 1920 in die Reichsbahn eingegliedert wurde, verloren auch die dortigen Bahnposten ihre Selbständigkeit.

Die Vielzahl verschiedener Typen von Bahnpost- und Bahnstempeln, mit deren Hilfe man etwa die Bahnkurse bestimmen kann, macht dieses spezielle Sammelgebiet besonders interessant.

Bahnstempel des Bahnhofes Eislingen an der Fils vom 27.3. vormittags.
Bahnstempel des Bahnhofes Eislingen an der Fils vom 27.3. vormittags.
 
Brief von Stuttgart nach Paris vom 4. April 1866 mit Bahnhofstempel links unten: „Stuttgart / Bahnhof.“ Die Marken wurden mit dem Bahnpoststempel "K.WÜRTT.FAHREND.POSTAMT." im Bahnpostwagen entwertet.
Brief von Stuttgart nach Paris vom 4. April 1866 mit Bahnhofstempel links unten: „Stuttgart / Bahnhof.“ Die Marken wurden mit dem Bahnpoststempel "K.WÜRTT.FAHREND.POSTAMT." im Bahnpostwagen entwertet.

Literatur: Stempel der Kreuzerzeit 1851-1875, Postalische Stempel Württembergs 1875-1925 und Rundbriefe der ArGe-Württemberg e. V.
Ansprechpartner: Marc Klinkhammer

Frachtbriefe

Analog zur Post waren auch bei der Bahn unterschiedliche Formulare für die diversen Aufgaben in Gebrauch. Zu diesen bahnamtlichen Formularen gehören auch Frachtbriefe. Nicht nur Heimatsammler nehmen Frachtbriefe gerne in ihre Sammlung auf, auch Sammler, die sich generell für das Eisenbahnwesen interessieren, können mit Frachtbriefen Streckenfahrten und Bahnlinien dokumentieren.

Frachtbriefe sind Begleitpapiere, die der Bahnfracht beigefügt waren. Sie vermerken Art und Gewicht der Ware, den Absender, den Empfangsbahnhof nebst der Adresse des Empfängers und die Gebührenverrechnung. Besonders attraktive Frachtbriefe entstehen, wenn die Gebühren mittels Eisenbahngebührenmarken beglichen wurden und diverse Bahnstempel – etwa auch Durchgangsstempel – abgeschlagen sind.

Frachtbriefe
Frachtbriefe
 

Literatur: Stempel der Kreuzerzeit 1851-1875 und Postalische Stempel Württembergs 1875-1925.
Ansprechpartner: Marc Klinkhammer

Literatur

Zur Württemberg-Philatelie gibt es vielfältige Literatur, angefangen bei J.-B. Moens „Les timbres du Wurtemberg“ von 1881, bis zu den neuesten Handbüchern „Postalische Stempel Württembergs 1875 – 1925“ von H. Winkler/M. Klinkhammer (2012), T. Heinrich, Briefpost im Königreich Württemberg 1851-1875 (2014). Dazwischen liegen neben vielen weiteren Veröffentlichungen, insbesondere auch in philatelistischen Periodika, Lindenbergs „Die Briefumschläge von Württemberg“ von 1895, von K. Köhler „Die Briefmarken von Württemberg 1851 – 1881“ aus 1940, Wölffing-Seeligs „500 Jahre Post in Württemberg“ von 1965, das „Handbuch der Württemberg-Philatelie/Kreuzerzeit“ von Brühl/Thoma, „Die Postscheine der Kreuzerzeit“ von Dr. Seeger, „Die private Stadtpost Stuttgart“ von H. Jaedicke, „Stempel der Kreuzerzeit 1851 – 1875“ von T. Heinrich.

Besonders hinzuweisen ist auf die Rundbriefe der Arbeitsgemeinschaft Württemberg mit vielfältigsten Informationen insbesondere aus den letzten 40 Jahren.

Gebundene Ausgabe der Regierungsblätter Württembergs, in denen auch zahlreiche Informationen zum Postwesen enthalten sind.
Gebundene Ausgabe der Regierungsblätter Württembergs, in denen auch zahlreiche Informationen zum Postwesen enthalten sind.
 
 
 

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft Württemberg e. V.

c/o Marc Klinkhammer
Hirschstraße 12
71254 Ditzingen